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Kogasa Tatara

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多々良 (たたら)  小傘 (こがさ)
Kogasa Tatara
tataɽa koɡasa (♫)

NAME

Kogasa Tatara in Touhou Gouyoku Ibun
Spezies Karakasa-Obake
Fähigkeiten
  • Kann Menschen erschrecken
  • Hervorragende Schmiedekunst
Heimat Myouren-Tempel, Orte, an denen Menschen zusammen kommen (Moriya-Schrein, Hakurei-Schrein, im Menschendorf)
Auftritte
Offizielle Spiele:
Literatur:
Musik
  • 万年置き傘にご注意を
„Ach, ich bin ja so allein. Kannst du dich nicht ein ganz klein bisschen erschrecken?“
Kogasa Tatara (Undefined Fantastic Object)

Kogasa Tatara (多々良 小傘 Tatara Kogasa) ist ein Karakasa-Obake, ein Youkai in der Form eines lebenden Schirms. Sie war früher ein normaler Regenschirm, der jedoch von jemandem vergessen und aufgrund seiner Farbe auch von niemandem mitgenommen wurde. Da verwahrloste Gegenstände, die sich nutzlos vorkommen, manchmal zu Tsukumogami werden, erwachte Kogasa zum Leben. Sie hat nun die Form eines Mädchens mit einem großen Schirm, welcher ein einzelnes Auge und einen grimmigen Mund mit einer riesigen Zunge hat; tatsächlich sind der Schirm und das Mädchen ein und dasselbe Wesen.

Allgemeines[Bearbeiten]

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand so einen uralten, auberginen-artigen Regenschirm haben will.“
„Stimmt! Jetzt weiß ich wieder, warum mich niemand haben wollte! Ahhh, welch Salz in meine alten Wunden!“
Sanae Kochiya und Kogasa Tatara (Undefined Fantastic Object)

Kogasas erster Auftritt war als Stage 2 Boss (und Midboss) von Undefined Fantastic Object, wo sie die einzige Figur ist, welche nicht mit dem Plot zusammenhängt. Sie will nur die Protagonistin erschrecken und unterliegt im Kampf gegen sie.

Persönlichkeit[Bearbeiten]

Obwohl sie ein Youkai mit dem Zweck, Menschen zu erschrecken, und ein Art von Rachegeist ist, da sie zum Tsukumogami wurde, nachdem man sie als Schirm nicht mehr haben wollte, ist Kogasa freundlich und relativ liebenswert. Tatsächlich ist sie so ungefährlich, dass niemand wirklich vor ihr Angst hat, und ihre größte Gefahr geht laut Hieda no Akyuu davon aus, dass man Mitleid mit ihr hat, wenn sie nach einem gescheiterten Erschrecken traurig wird.[1]

Ihr scheint es sehr wichtig zu sein, sich nicht mehr nutzlos zu fühlen, daher ist sie niedergeschlagen, wenn man sie nicht ernst nimmt, und glücklich, wenn sie jemanden erschreckt oder anderweitig erfolgreich ist. Dies scheint von einem geringen Selbstwertgefühl herzurühren; es quält sie, dass sie als Tsukumogami keinen wirklichen Nutzen hat, weswegen sie nach einer Beschäftigung sucht, mit der sie für Menschen hilfreich ist. Sie erhofft, einen generellen Sinn als Tsukumogami zu finden, und ist bereit, ihre grundlegenden Prinzipien als Youkai aufzugeben, solange es ihr eine Form von Bestätigung gibt - ihr gefällt es zwar nicht, dass Kinder sie mögen, anstatt sie zu fürchten, versuchte sich jedoch als Babysitterin, und sie fertigt Nadeln zur Youkai-Jagd an, wohlwissend, dass sie das zur Verräterin macht. Zu ihrem Leidwesen ist sie auf ihrer Identitätssuche nicht sehr erfolgreich.

Fähigkeiten[Bearbeiten]

Ihre bekannte Fähigkeit ist es, Menschen zu erschrecken, es ist allerdings zweifelhaft, ob das eine tatsächliche übernatürliche Fähigkeit oder sogar eine natürliche ist, da sie so oder so nicht dazu in der Lage scheint. Ihre Versuche laufen darauf hinaus, Vorbeieilenden „Buh!“ zuzurufen, wobei sie teilweise sogar vorher auf sich aufmerksam macht. Auch ihr Äußeres ist so harmlos, dass sie bei Kindern sehr beliebt ist.

Sie benutz zahlreiche Spell Cards mit Bezügen auf Stürme und Regen, was jedoch nicht als eigene Fähigkeit genannt wird.

Zudem ist sie ein hervorragender Schmied; so stellte sie in ein paar Tagen große Massen an perfekten Nadeln für Reimu her und bot an, auch andere Metallwaren zu liefern. Auch dies wird nicht als Fähigkeit aufgelistet.

Tätigkeiten[Bearbeiten]

Da sie kaum in der Lage ist, Menschen zu erschrecken, versucht sie sich in anderen „Berufsfeldern“. Im Bunbunmaru-Artikel über sie in Symposium of Post-mysticism wird berichtet, dass sie glaubt, als Babysitterin zu arbeiten, indem sie mit ihrem Schirm durch den Himmel fliegt und wahlweise Kinder erschreckt oder tröstet (höchstwahrscheinlich eine Referenz auf Mary Poppins, in der die gleichnamige Hauptfigur mit einem Schirm aus dem Himmel herabschwebt - außerdem klingt „Koumorigasa“ (蝙蝠傘), ein anderes Wort für „Schirm“, ähnlich wie „Komorigasa“ (子守り傘), „Babysitter-Schirm“). Zum Zeitpunkt des Artikels waren bereits Warnhinweise über sie im Menschendorf im Umlauf, weswegen diese Tätigkeit nicht von Dauer war.[2]

Ironischerweise ist sie als Schmied äußerst begabt, findet dafür jedoch keine Anwendung beziehungsweise wird noch mehr vom Pech verfolgt als bei anderen Beschäftigungen. Das eine Mal, dass sie Reimu neue Nadeln zum Ausmerzen von Youkai herstellen durfte, endete damit, dass Reimu sie nicht bezahlte, sondern die Nadeln an ihr ausprobierte.[3]

Nachdem sie jedoch zwischen Undefined Fantastic Object und Ten Desires den Myouren-Tempel besuchte, stellte sie fest, dass sie auf einem Friedhof viel besser erschrecken kann, und ließ sich dort nieder. Offenbar wandelte sich hier ihr Leben zum Besseren.

Vergangenheit[Bearbeiten]

Früher war sie ein gewöhnlicher Regenschirm, welcher jedoch von seinem Besitzer vergessen wurde. Da der Schirm lila ist, was alle Protagonistinnen als ausgesprochen hässlich anmerken, interessierte sich niemand für sie und ließ sie liegen. Daher erwachte sie als rachsüchtiger Karakasa-Obake zum Leben, zumindest in der Theorie, da sie ja bekanntlich harmlos und friedfertig ist.

Ihr Alter ist nicht bekannt, aber sie erinnert sich an Zeiten, in denen Karakasa-Obake als furchteinflößend galten, was laut den Protagonisten schon lange nicht mehr der Fall ist. Die ersten Erwähnungen dieses Typs von Youkai stammen aus dem 19. Jahrhundert während der frühen Meiji-Zeit, es ist also theoretisch möglich, dass Kogasa über hundert Jahre alt ist.

Konzept[Bearbeiten]

Kogasa in Ten Desires
„*schnüff, schnüff* Dabei hab ich mir so Mühe gegeben. Ich will doch nur youkai-mäßig aussehen...“
Kogasa Tatara (Undefined Fantastic Object)

Name[Bearbeiten]

Kogasa (小傘) bedeutet wortwörtlich „Kleiner Regenschirm“ und ist neben einem Verweis auf ihre Art von Youkai womöglich auch ein Hinweis auf ihre Harmlosigkeit. Ihr Nachname Tatara (多々良) setzt sich aus dem wiederholten 多 für „viele“ und 良 für „gut“ zusammen, er ist aber wohl eher ein Bezug auf Tatara (多々良), die traditionellen japanischen Öfen. Da manche Schmiede bei ihrer Arbeit mit dem Feuer ein Auge oder ein Bein verloren, entstand unter dem Namen Ippon Datara die Legende eines einbeinigen, einäugigen Youkais, der auf einer einzelnen Geta-Sandale hüpft. Tatsächlich hat auch ihr Schirm ein aufgemaltes einzelnes Auge und das untere Ende die Form einer Geta, was Kogasa selbst so gewählt hat.

Aussehen[Bearbeiten]

Das Mädchen und der Schirm sind ein einzelner Körper, auch wenn sie zumindest temporär getrennt werden können.

Der Schirm ist lila und hat eine schwarze Kappe am oberen Ende, was ihm eine gewisse Ähnlichkeit zu einer quer aufgeschnittenen Aubergine gibt. Auf dem Stoff sind ein großes, pupillenloses Auge mit roter Iris und weißer Sklera zu sehen, sowie ein gezackter roter Mund, aus dem eine riesige rote Zunge hängt. Während der Schirm ursprünglich schon relativ groß war, scheint er in Touhou Gouyoku Ibun von der Größe eines Sonnenschirms, den man in den Garten stellen würde, oder noch größer, zu sein.

Das Mädchen hat im Kontrast zum Schirm ein türkises Farbschema. Ihre schulterlangen Haare und ihr rechtes Augen sind türkis, während das andere Auge rot wie das ihres Schirms ist (bekannt als Heterochromie). Dies könnte auf die Einäugigkeit des Karakasa-Obake verweisen, da ihr rechtes Auge farblich neben ihren Haaren untertaucht. Sie trägt eine Weste im selben Türkiston mit schwarzen Verschlüssen über einen weißen Oberteil mit hellblauen Bändern am Handgelenk sowie einen knielangen Rock in einem helleren Farbton mit einer weißen Linie und weißen Kreisen am Saum. Zudem hat sie Geta-Sandalen an. Während ihres Auftritts in Wild and Horned Hermit im Februar trug sie einen kurzen gepolsterten Umhang statt der Weste um die Schultern.

Ursprung[Bearbeiten]

Wie bereits beschrieben, greift sie die klassischen Merkmale eines Karakasa-Obake oder auch Kasa-Obake auf, mit einem einzelnen Auge, einer Zunge und einem Bein. In ihrem Schirm finden sich diese direkt wieder, ihr menschlicher Teil ist eine für Touhou typische Abwandlung, die jedoch auch Verweise auf die Merkmale enthält; so streckt sie häufig die Zunge raus.

Zudem ist ihr Bild mit der Legende des Ippon Datara kombiniert, offenbar aus ihrem eigenen Antrieb, da sie den Mythos eines furchteinflößenden Youkais als Vorbild nehmen wollte. Ihre deutlich später enthüllten Fähigkeiten als Schmied spielen auch auf die Herkunft dieses Youkais als Geist eines Schmiedes, welcher nach jahrelangem Blick in die Flammen ein Auge und durch das Pumpen der Blasebälge ein Bein verloren hat.

Auftritte[Bearbeiten]

„Weißt du, ich bin nämlich auch eine ausgezeichnete Schmiedin.“
„‚Auch‘? Gibt‘s denn sonst noch was anderes, was du gut kannst?“
Kogasa Tatara und Marisa Kirisame (Wild and Horned Hermit)

Spiele[Bearbeiten]

Undefined Fantastic Object

Kogasa begegnet der Protagonistin in Stage 2, während diese dem fliegenden Schiff folgt. Die beiden kämpfen gegeneinander, obwohl die Spielfigur eigentlich kein Interesse an ihr hat. Der Grund für den Kampf variiert je nach Szenario; in Reimus Fall ist sie davon genervt, dass der Schirmkobold über sein Schicksal klagt, Marisa wird angegriffen, da sie sich unbeeindruckt zeigt und Kogasa davon frustriert ist, und Sanae besiegt sie, da sie Spaß am Ausmerzen gefunden hat.

Double Spoiler

Kogasa ist der Gegner von Level 3.

Ten Desires

Nachdem sie auf den Friedhof des Myouren-Tempels umgezogen war, tauchte dort ein neuer Youkai, Yoshika Miyako auf, und da alle Versuche, den Jiangshi in die Flucht zu schlagen, hoffnungslos scheiterten, bat sie die vorbeikommende Protagonistin in Stage 3 um Hilfe. Diese besiegt Yoshika auch, Kogasa allerdings auch.

Hopeless Masquerade

Wie viele Charaktere ist Kogasa im Hintergund zu sehen, in ihrem Fall vor dem Myouren-Tempel und im Tanuki-Wald.

Touhou Gouyoku Ibun

Kogasa wird als Stage 2 Boss auftreten.

Literatur[Bearbeiten]

Wild and Horned Hermit

Neben zahllosen Cameos in mehreren Printworks spielt sie in diesem Manga zweimal eine Rolle. In Kapitel 9 wurden sie und Kyouko Kasodani durch einen mysteriösen schwarzen Nebel angegriffen und bewusstlos geschlagen.

In Kapitel 27, welches am achten Februar spielt, scheint sie Reimu mehrfach anzugreifen, was sich jedoch als Missverständnis rausstellt, da sie nur Reimu anbieten wollte, am Tag der alten Nadeln neue Nadeln zur Youkai-Jagd für sie herzustellen. Reimu nimmt das Angebot an, und obwohl Kasen Ibaraki einwirft, dass Reimu kein Geld hat, ist Kogasa überrascht, als Reimu sie ausmerzt, anstatt zu Zahlen.

Beziehungen[Bearbeiten]

„Nun, es gibt [Youkai], die fressen dein Fleisch, und es gibt andere, die fressen deinen Geist. Und wenn sich Menschen nicht vor mir erschrecken wollen, dann muss ich verhungern.“
Kogasa Tatara (Undefined Fantastic Object)
Yoshika Miyako

Da Kogasa inzwischen auf dem Friedhof des Myouren-Tempels lebt, nimmt sie Yoshika als Eindringling war. Sie war jedoch nicht in der Lage, sie zu vertreiben. Ihr Aktuelles Verhältnis ist unbekannt, sie sind jedoch beide in Alternative Facts in Eastern Utopia auf einem Foto von Aya Shameimaru zusammen mit Seiga Kaku zu sehen, in dem Kogasa nervös zum Jiangshi und der Einsiedlerin schaut.

Gallerie[Bearbeiten]

Spell-Cards[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

  • Obwohl es unklar ist, inwiefern Menschen zu erschrecken überhaupt eine Kraft ist, gibt es eine ganze Zahl an Stellen, wo sie durch die vierte Wand hindurch überrascht hat - ZUN sagte von Anfang an, dass sie keine Relevanz für den Plot von Undefined Fantastic Object haben würde, daher waren viele überrascht, als sie deutlich stärker in der Extra Stage zurückkam, sowie erneut in Ten Desires, obwohl nicht viele Bosse mehrere Hauptspiel-Auftritte haben, und erst recht nicht im direkt darauf folgenden Spiel. Zudem ist sie trotz ihrer geringen Relevanz die Figur, die man nach dem Öffnen der Hülle auf der CD selbst gedruckt sieht, als ob sie dort wartet, um den Spieler zu überraschen. Des Weiteren ist ihre letzte Spellcard überraschenderweise auf Easy schwerer als in schwereren Modi.
  • Davon abgesehen ist sie eine der Figuren, die direkt auf Spielemechaniken Bezug nimmt, da sie sagt, dass sie bei Yoshikas Spellcards durch Timeout verliert, als ob sie eine Spielfigur wäre.
  • Sie teilt ihre fragwürdige Kraft des Erschreckens mit Chen.
  • Kogasa liest Gruselgeschichten, um besser im Erschrecken zu werden.
  • Hatate Himekaidou merkt an, dass Kogasa in ihren Spellcards mit Schirmen wirft. Sie ist verwirrt und fragt sich, ob das wiedergeben soll, wie Kogasa behandelt werden will.
  • Sie ruft im Original „Urameshiya“, was in etwa „Ich bin neidisch!“ bedeutet. Es bezieht sich darauf, dass im buddhistischen Glauben Geister und Youkai auf niedereren Ebenen leben als Menschen und sie daher um ihr Leben beneiden. „Urameshiya“ wird mangels Äquivalent im Westen mit „Buh!“ oder Ähnlichem übersetzt.

Fandom[Bearbeiten]

„Dabei wolltest du doch, dass ich dich fertig mache. Ähm, wie nennt man sowas nochmal?“
„Ich weiß nicht. Sadismus?“
Reimu Hakurei und Kogasa Tatara (Undefined Fantastic Object)
  • Da sie in ihrem Gespräch mit Reimu in deren A-Szenario ihren Angriff auf das Schreinmädchen als „Sadismus“ betitelt (obwohl sie höchstens Masochismus meint), wird sie mit dem Wort hin und wieder assoziiert. Das ergänzt sich mit ihrem generellen Pech, da seit ihrem ersten Auftritt kaum etwas jemals zu ihrem Besseren verlaufen ist. Schon in Undefined Fantastic Object wurde sie von keiner Figur ernst genommen, und alle Versuche, einen Lebenssinn zu finden, werden als kläglich und albern dargestellt.
  • Aufgrund ihres Schirms wird sie gelegentlich mit Yuuka Kazami verglichen, obwohl die beiden sonst nichts verbindet.

Wikipedia[Bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Symposium of Post-mysticism, Kogasa Tatara
  2. Symposium of Post-mysticism, Teil 6, Kogasas Artikel
  3. Wild and Horned Hermit, Kapitel 27