Mond

Aus Touhou Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Mond
t͡sɯᵝki
Th15MoonSt3.png
Lage Im Weltraum
Bewohner
Kommt vor in:
Offizielle Spiele
  • Phantasmagoria of Dim.Dream (In Enden gezeigt)
  • Lotus Land Story (In einem Ende gezeigt)
  • Mystic Square (In einem Ende gezeigt)
  • Embodiment of Scarlet Devil (Im Hintergrund gezeigt)
  • Immaterial and Missing Power (Im Hintergrund gezeigt)
  • Imperishable Night (Im Hintergrund gezeigt)
  • Shoot the Bullet (Stage 7)
  • Mountain of Faith (Im Hintergrund gezeigt)
  • Double Spoiler (Im Hintergrund gezeigt)
  • Double Dealing Character (Im Hintergrund gezeigt)
  • Impossible Spell Card (Im Hintergrund gezeigt)
  • Urban Legend in Limbo (Im Hintergrund gezeigt)
  • Legacy of Lunatic Kingdom (In Stage 2 und 3 gezeigt, Schauplatz in allen folgenden)
  • Printmedien
  • Curiosities of Lotus Asia (Kapitel 1, 4 und 17)
  • Eastern and Little Nature Deity (Kapitel 4)
  • Bohemian Archive in Japanese Red (Suikas Artikel)
  • Silent Sinner in Blue (Hauptschauplatz)
  • Cage in Lunatic Runagate (Schauplatz)
  • Inaba of the Moon and Inaba of the Earth (Schauplatz)
  • „Die Geschichte der Erdlinge ist rein nach dem Willen der Mondbewohner entstanden.“
    Kaguya Houraisan (Cage in Lunatic Runagate, Kapitel 2)

    Der Mond ( Tsuki) ist der einzige natürliche Satellit seines Mutterplaneten, der Erde. Er ist von der Erde aus kaum zu erreichen, aber jede klare Nacht am Himmel zu sehen. In Touhou befindet sich auf dem Mond ein geheime fortschrittliche Zivilisation, das Mondvolk.

    Der Mond in der Realität[Bearbeiten]

    „Ein Schwert zur dritten Nacht, ein Bogen zum Halbmond. Wie nennt man also den Vollmond? Einen Spiegel.“
    Yukari Yakumo (Cage in Lunatic Runagate, Kapitel 5)

    Der Erdenmond ist ein größtenteils steinerner Himmelskörper mit einem Durchmesser von 3.476 Kilometern, der die Erde auf einer Umlaufbahn mit einem Durchmesser von etwa 383.398 Kilometern in ungefähr 29 Tagen und 53 Minuten umkreist. Zu Zeiten, als der Mond noch größtenteils flüssig war, wurde die Mondrotation durch die Schwerkraft der Erde an die Umkreisung der Erde gebunden, sodass er bis heute immer dieselbe Seite zur Erde zeigt. Auf der Oberfläche, die von einer grauen Staubschicht bedeckt ist, herrscht eine Schwerkraft, die etwa 16,6% der Erdschwerkraft beträgt, und Temperaturen zwischen -160°C und 130°C. Die Mondatmosphäre ist sehr dünn und erlaubt keine Atmung und das Magnetfeld ist zu schwach, um vor dem Sonnenwind zu schützen.

    Der Mond selbst ist unbewohnt, aber für irdisches Leben integral, da er die Erdbahn stabilisiert, die Gezeiten hervorruft, nachts Licht und eine Möglichkeit zur Navigation spendet und sowohl für biologische (an die Mondphasen gekoppelte Fortpflanzung mancher Arten) als auch gesellschaftliche Prozesse (beispielsweise Mondkalender) eine Art Taktgeber darstellt.

    Der Mond ist mit der Erde zusammen einer von zwei Himmelskörpern, die von Menschen betreten wurden.

    Der Mond in Touhou[Bearbeiten]

    „Da man im Vollmondschein die im Dunkeln lauernden Youkai mit einem Blick erkennen kann, sollte ihnen eine Vollmondnacht schwer zu schaffen machen. Dennoch sind sie gerade dann sogar am mächtigsten. Warum ist dem so? Wo helles Licht hin scheint, da muss auch Schatten fallen.“
    Yukari Yakumo (Cage in Lunatic Runagate, Kapitel 5)

    Überblick[Bearbeiten]

    Trotz der zuvor genannten lebensfeindlichen Bedingungen ist der Mond in Touhou bewohnt. Die als Mare (lateinisch „Meer“) bezeichneten Tiefenebenen, die mit bloßem Auge von der Erde aus sichtbar sind, sind hier tatsächliche Ozeane, die Schwerkraft ist gleich der irdischen, die Atmosphäre ist für Erdbewohner geeignet und es gibt Vegetation sowie eine große Zivilisation. Das Klima ist überall gleich und stellt eine Mischung aus den Jahreszeiten der Erde da, die hier nicht vorhanden sind.[1]

    Der wahre, belebte Mond befindet sich auf der Rückseite und ist von der Erde aus kaum zu erreichen; umgekehrt können die meisten Mondbewohner die erdgewandte Seite nicht betreten. Es ist jedoch möglich, wenn auch schwer, von Gensoukyou aus zum Mond zu reisen, beispielsweise durch ein Mondgewand oder durch Yukari Yakumos Manipulation von Grenzen.

    Einfluss auf Youkai[Bearbeiten]

    Die Kräfte vieler Youkai sind vom Mond abhängig. Es gibt Youkai wie Keine Kamishirasawa und Kagerou Imaizumi, die zum Vollmond ihre Form ändern, oder auch Feen wie Luna Child, deren Kraft vom Mondlicht abhängt. Grundsätzlich scheint der Mond bei den meisten Youkai ihre Kraft zu verstärken und ihre Stimmung zu beeinflussen; so heißt es, dass sie zum Vollmond Feste feiern und zum Neumond am ruhigsten sind.[2]

    Es heißt jedoch auch, dass die Youkai direkt durch den Einfluss des Mondes entstanden sind und vom Mondvolk erzeugt wurden. Nach einer Deutungsmöglichkeit und Kaguya Houraisans Aussage wurden sie geschaffen, um die Menschen auf der Erde zu kontrollieren, es lässt sich jedoch auch wörtlicher interpretieren - laut Yukari Yakumo war das schwache Mondlicht, das dunkle Schatten wirft, der Ursprung menschlicher Ängste, aus denen die Youkai entsprangen. In diesem Sinne wird dem Mond auch die Entstehung der Magie zugeschrieben.

    Es sei auch erwähnt, dass der Mond seit jeher mit Wahnsinn assoziiert wird (vergleiche Englisch: „lunacy“, „Wahnsinn“).

    Die Mondbewohner[Bearbeiten]

    Laut dem Mondvolk, auch bekannt als Lunarier, gibt es ein Phänomen namens Unreinheit, welches sich an Orten breit macht, an denen viel Leben und Tod vorhanden sind. Da alles Leben auf der Erde durch die Evolution und das Gesetz des Stärkeren auf dem Tod anderen Lebens aufbaut, sind die Erde und alle ihre Bewohner unrein, was ihnen wiederum eine begrenzte Lebensspanne und Vergänglichkeit gibt. Die ursprünglichen Lunarier, angeführt von Kaiser Tsukuyomi und nach einigen Implikationen[3] Gottheiten, ahnten dies und verließen die Erde früh genug, sodass sie ihre Reinheit und damit ewiges Leben und Gesundheit behielten.[4]

    Aufgrund ihrer mächtigen Gründer und den Auswirkungen ihrer Reinheit ist die Zivilisation des Mondes allen irdischen in Wissenschaft, Technik und Magie überlegen, auch wenn der Fortschritt der Menschen der Außenwelt vom Mondvolk mit Sorge betrachtet wird.[5] Sie leben mit den ebenfalls reinen Mondkaninchen zusammen, welche von ihnen für niedere Arbeit eingesetzt und als bloße Werkzeuge betrachtet werden.[6]

    Geographie und Lebewesen[Bearbeiten]

    Die Ozeane des Mondes auf der erdgewandten Seite sind nicht von Lebewesen bewohnt. Durch ihre Erdnähe und ihre Reflektion der Erde sowie der Spiegelung des Mondes auf irdischen Gewässern stellen sie einen Verbindungspunkt dar. Das Mare Tranquillitatis („Meer der Ruhe“), in dem die erste Mondlandung stattfand, liegt exakt auf der gegenüberliegenden Seite der Mondhauptstadt. Dieses und die anderen Meere, unter anderem das Mare Serenitatis („Meer der Heiterkeit“), das Mare Imbrium („Regenmeer“) und der Oceanus Procellarum („Ozean der Stürme“), scheinen passend benannt zu sein, da sie jeweils spiegelglatt, ruhig, regnerisch beziehungsweise stürmisch sind, während Yukari Yakumo und Ran Yakumo sie in Silent Sinner in Blue überqueren. Watatsuki no Toyohime und Watatsuki no Yorihime besitzen ein Haus am Mare Ingenii („Meer der Begabung“), einem der wenigen Mare auf der erdabgewandten Seite.

    Es gibt auf der belebten erdabgewandten Seite auch keine Insekten und scheinbar generell wenig Fauna und Flora, allerdings eine gewissen Vegetation in Form von Pfirsich- und Udonge-Bäumen. Letztere blühen in Gegenwart von Unreinheit auf und werden damit als Warnsignal bei irdischen Eindringlingen gezeigt. Da Mochi gestampft wird und Mondkaninchen auf den Feldern arbeiten, ist anzunehmen, dass es Ackerbau gibt, aber nichts dergleichen wurde bisher gezeigt.

    Geschichte und Konflikte mit der Erde[Bearbeiten]

    Das Verhältnis zwischen Mond und Erde ist seit jeher angespannt. Die Mondbewohner betrachten das irdische Leben als minderwertig und den Planeten als großes Gefängnis, auf das Schwerverbrecher verbannt werden, und auf dem sie ihre Reinheit und Unsterblichkeit riskieren. Die Erdbewohner sind sich der Mondzivilisation weitgehend unbewusst, und die wenigen Kontakte äußerten sich in Kriegen. Unter Yukari Yakumo fielen zweimal Youkai auf den Mond ein, und die Mondbewohner planten in Legacy of Lunatic Kingdom eine Invasion auf die Erde, welche alles irdische Leben ausgelöscht hätte, um einer alten Feindin zu entkommen.

    • Vor über 1000 Jahren griff Yukari Yakumo mit einer großen Gruppe Youkai den Mond an, erwies sich jedoch als unterlegen. Die genauen Hintergründe sind unbekannt - offiziell lockte Yukari mit der Möglichkeit, die fortschrittliche Technik des Mondes an sich zu reißen, es wird jedoch vermutet, dass sie lediglich ihrer eigenen Spezies eine Lektion über ihre eigene Schwäche erteilen wollte.
    • Vor etwa 1300 Jahren wurde die Prinzessin des Mondes, Kaguya Houraisan, auf die Erde verbannt, nachdem sie das Hourai-Elixier getrunken hatte. Da sie nach Ablauf ihrer Verbannung beschloss, auf der Erde zu bleiben und sich dem Willen des Mondvolks widersetzte, folgte ihr ihre Meisterin und Verantwortliche für ihr Schicksal, Eirin Yagokoro, und verwischte ihre Spuren. Es ist unklar, ob dies vor Yukaris erster Invasion stattfand, aber da sie die Watatsuki-Schwestern kennt, aber sie und Eirin sich nie begegnet sind, ist es möglich, dass die Lunarierin zu diesem Zeitpunkt bereits versteckt lebte.
    • Im Jahr 1969 fand eine nur durch die Mondbewohner wahrgenommene Invasion in Form der Mondlandung statt. Das Aufstellen der Fahne als Besitznahme des Mondes wurde mit einer Mobilisierung des Mondmilitärs beantwortet, der eigentliche Konflikt fand jedoch durch Sabotage der geplanten Mondkolonien in ihren Anfängen statt. Das moderne chinesische Mondprogramm, dessen Orbiter nach einer auf dem Mond inhaftierten Verbrecherin „Chang’e“, der chinesischen Mondgöttin, benannt sind, wird weitere Konflikte bereiten.
    • Im Sommer 2004 während den Ereignissen von Immaterial and Missing Power schien der Mond zerbrochen zu sein, dies war jedoch nur eine Täuschung. Laut Suika Ibuki ist der Mond am Nachthimmel nur eine Reflektion auf dem Himmel selbst, da der Anblick des richtigen Mondes für Menschen unerträglich wäre. Sie zerriss den Himmel, sodass die Spiegelung in Scherben auf die Erde hinunterfiel, um Oni an ihre Kraft zu erinnern.
    • Im Herbst selben Jahres ersetzte Eirin Yagokoro den Vollmond über Gensoukyou mit einer Fälschung, um die Verbindung zum echten Mond, über die sie und Kaguya Houraisan als Verbrecher auf der Flucht hätten angegriffen werden können, zu kappen, was die Ereignisse von Imperishable Night auslöste.
    • 2007 fand Yukaris zweite Invasion statt, diesmal mit mehreren kleinen Gruppen und einem völlig anderen Ziel - einem Kräftemessen und einer Lektion für Lunarier auf der Erde. Wie alle vorherigen Angriffe scheiterte auch dieser als Invasion, insgeheim erreichte Yukari jedoch ein ganz anderes Ziel.
    • Im Herbst 2015 griff während Legacy of Lunatic Kingdom ein anderer Feind des Mondvolks die Hauptstadt an, der göttliche Geist Junko. Um der drohenden Unreinheit zu entgehen, flohen die Mondbewohner in die Traumwelt, von wo aus eine Bereinigung der Erde unter Auslöschung des irdischen Lebens und eine Umsiedelung geplant wurde. Nachdem sich die Protagonistinnen als stark genug erwiesen, ließ man jedoch von diesem Plan ab und schickte sie Junko entgegen, um ihrer Besetzung ein Ende zu machen.

    Trivia[Bearbeiten]

    • In Magical Astronomy heißt es, dass in Maribel Hearns und Renko Usamis Zukunft Mondtourismus in der Außenwelt etabliert ist. Es ist jedoch nicht bekannt, wie sich dies im feindlichen Verhältnis zwischen Mond und Erde entwickeln konnte.
    • Die Mondhauptstadt wird je nach Erwähnung als futuristische Metropole mit Wolkenkratzern oder als große Ansammlung traditioneller Pagoden und Tempel gezeigt.

    Galerie[Bearbeiten]

    Referenzen[Bearbeiten]

    1. „Von der Mondoberfläche wird behauptet, sie sei eine trostlose Einöde. Es herrscht keine Spur von den gelegentlichen Qualen irdischer Jahreszeiten. Stattdessen herrscht das ganze Jahr ein Klima kombiniert aus Frühlingswärme, sommerlicher Energie, der Reichhaltigkeit des Herbstes und der Einsamkeit des Winters. Hier wachsen wundervolle Pfirsichbäume, die unter dem blaugrünen Stern erstrahlen.“, Cage in Lunatic Runagate, Kapitel 3
    2. Curiosities of Lotus Asia, Kapitel 22
    3. Laut ZUN leben auf dem Mond die höheren Gottheiten, und er bezeichnet Eirin Yagokoro als Gott.
    4. Kaiser Tsukuyomi nahm auf seiner Reise zum Mond nur seine engsten Verwandten und Vertrauten mit. Der Mond war vollkommen rein, weshalb alle, die dorthin zogen, ihre Lebensdauer verloren. Keine Lebensdauer zu haben, bedeutet, dem Leben als auch dem Tod entsagt zu haben. Dieser Mond war das reine Land, oder anders gesagt, vielleicht sogar dieselbe Welt wie das Paradies nach dem Tode.“, Cage in Lunatic Runagate, Kapitel 3
    5. „Seit die Menschen erkannten, dass die Welt aus mikroskopisch kleinen Wahrscheinlichkeiten aufgebaut ist, hat die menschliche Wissenschaft in den letzten paar Jahrzehnten gewaltige Fortschritte gemacht. Kaiser Tsukuyomi war davon überrascht und schockiert. Denn die größte Furcht der Mondbewohner ist, dass irdische Menschen den Mond betreten. Momentan sind ihre Möglichkeiten begrenzt und sie können höchstens in primitiven Raketen auf der Mondvorderseite landen, doch wir dürfen nicht zu unvorsichtig sein.“, Cage in Lunatic Runagate, Kapitel 3
    6. „Die Mondhauptstadt ist eine bis zur Perfektion hochentwickelte Metropole. Ihr materieller und technologischer Reichtum hatte sich bereits vor langer Zeit etabliert, was ihre geistigen Werte nur umso wichtiger machte. Natürlich reden wir hier hauptsächlich vom Volk des Mondes, für dessen Wohl die Kaninchen arbeiten müssen. Dennoch wären all diese Errungenschaften in der Anwesenheit von Unreinheit völlig unmöglich gewesen. Sollte sich bei der Wahrscheinlichkeit von 1:10000 ein Mondbewohner mit Unreinheit anstecken, würde der Mond auf das gleiche Niveau fallen wie die Erde. Für den Mond ist die Erde nichts anderes als ein riesiges Gefängnis.“, Cage in Lunatic Runagate, Kapitel 3